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Jedem eine Stimme

School Meeting in der Cedarwood Sudbury School

Soll Schule nicht im Widerspruch zur Demokratie stehen, muß sie selbst demokratisch organisiert sein. Demokratie heißt nicht, daß Lehrer und Eltern die Macht unter sich aufteilen und auch nicht, daß Lehrer, Eltern und Schüler jeweils ein Drittel der Stimmen haben – was einem Drei-Klassen-Wahlrecht gleichkommt. Demokratie heißt, daß alle, die von Entscheidungen betroffen sind, an deren Zustandekommen beteiligt werden.

In demokratischen Schulen werden alle Angelegenheiten auf der wöchentlichen Vollversammlung (VV) geregelt, bei der jeder Schüler und jeder Lehrer eine Stimme hat. Die VV entscheidet auch über die Verwendung der Gelder und über die Einstellung von Lehrern. Auf der VV werden auch Regeln aller Art diskutiert und beschlossen, Verantwortlichkeiten festgelegt und Komitees für konkrete Vorhaben gegründet, z.B. für die Organisation eines Tages der Offenen Tür oder einer Reise.

Da sie in der Minderheit sind, können die Lehrer sich nicht automatisch durchsetzen, sondern müssen überzeugen. Durch VVs entwickeln Schüler jeden Alters ein ausgeprägtes Demokratie-Verständnis. Und daß man Entscheidungen, an denen man selbst beteiligt war, eher akzeptiert, ist ja bekannt.

Die Teilnahme an den VVs ist keine Pflicht, aber wer fehlt, kann weder seine Ansichten einbringen noch mitbestimmen.

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